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Wie beantrage ich eine Zuzahlungsbefreiung?

Sammeln Sie gesetzliche Zuzahlungen und Einkommensnachweise getrennt nach Kalenderjahr. Die Kasse prüft Ihre Belastungsgrenze und eine mögliche Erstattung darüber hinaus.
Checkliste
Von Ressort Krankenversicherung 2 Min. Lesezeit Stand: Fachlich geprüft ·
Aufgeschlagenes liniertes Notizbuch mit blauem Kugelschreiber auf einem Holztisch
Foto: Daniel Alvasd / Unsplash

Wann kommt die Befreiung infrage?

  • Wenn Ihre gesetzlichen Zuzahlungen die persönliche Belastungsgrenze erreichen: grundsätzlich zwei Prozent der maßgeblichen jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt.
  • Bei schwerwiegender chronischer Erkrankung kann unter den Voraussetzungen des § 62 SGB V die Ein-Prozent-Grenze gelten. Eine Diagnose allein genügt nicht für jede Person. 1
  • Berücksichtigte Angehörige und Freibeträge können die Haushaltsrechnung verändern. § 62 SGB V, Belastungsgrenze erklärt 1

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Leistungen und Beitrag einordnen

Welche Unterlagen brauche ich?

  • Quittungen über tatsächlich gezahlte gesetzliche Zuzahlungen mit Name, Leistung und Datum; bei Rechnungen gegebenenfalls einen Zahlungsnachweis.
  • Einkommensnachweise und Angaben zu berücksichtigten Angehörigen.
  • Für die Ein-Prozent-Grenze den von der Kasse verlangten Nachweis der chronischen Erkrankung.
  • Den Antrag der eigenen Kasse nutzen, etwa über App, Portal oder Papier. AOK-Antragszugang

Wie sieht eine einfache Rechnung aus?

  • Rechenbeispiel: Eine allein lebende Person hat im Beispiel 24.000 Euro maßgebliche Jahreseinnahmen; es gilt die Zwei-Prozent-Grenze. Daraus ergeben sich 480 Euro.
  • Rechenbeispiel: Sind 520 Euro gesetzliche Zuzahlungen belegt, liegen 40 Euro darüber. Bestätigt die Kasse die Rechnung, kann sie diesen Betrag erstatten und die Befreiung für den Rest des Jahres bescheinigen.
  • Andere Haushalte können andere Grenzen haben. Der Zuzahlungsrechner dient zur Orientierung; die Kasse entscheidet anhand Ihrer Unterlagen.

Geht der Antrag rückwirkend oder im Voraus?

  • Auch überzahlte gesetzliche Zuzahlungen aus vergangenen Jahren können geprüft werden. Einnahmen und Belege jeweils nach Kalenderjahr trennen.
  • Die BARMER nennt bis zu vier Kalenderjahre für rückwirkende Anträge und bietet eine Vorauszahlung der voraussichtlichen Belastungsgrenze an. Prüfen Sie Fristen und Verfahren bei Ihrer eigenen Kasse. BARMER
  • Nach Bewilligung die Befreiungsbescheinigung für weitere gesetzliche Zuzahlungen vorlegen.

Welche Ausgaben zählen nicht automatisch mit?

  • Private Zusatzleistungen, selbst gewählte Mehrkosten und andere Eigenanteile sind nicht allein wegen einer Rechnung gesetzliche Zuzahlungen.
  • Bei gemischten Belegen die einzelnen Positionen prüfen lassen. Die Themenübersicht zur Zuzahlungsbefreiung erläutert den Leistungsumfang.

Welche Quellen wurden verwendet?

Redaktioneller Quellenabgleich: 13.10.2026.

  1. § 62 SGB V – Belastungsgrenze, Bundesministerium der Justiz, § 62 Abs. 1 und 2, abgerufen am 28.09.2026 Die Belastungsgrenze beträgt 2 vom Hundert der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Zur Fundstelle 1 Zur Fundstelle 2

Weiterführend

Quellen: Satzungen, Konditionen und offizielle Angaben der jeweiligen Anbieter sowie gesetzliche Regelungen. Fachbegriffe erklären wir im Glossar . Stand:

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