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Woher unsere Anbieterdaten kommen

Diese Seite beschreibt, wie wir Angaben von Anbietern erheben, wie wir sie belegen und prüfen, ab wann wir sie veröffentlichen – und wo diese Datenbasis an ihre Grenzen stößt.

Wir sammeln Angaben, die Anbieter über ihre eigenen Leistungen machen: was eine Krankenkasse bezuschusst, welche Konditionen ein Anbieter nennt, welche Grenzen er setzt. Diese Angaben stehen verstreut in Satzungen, Leistungsverzeichnissen, Preisblättern und Produktinformationen. Wir tragen sie zusammen, belegen jeden einzelnen Wert an der Stelle, an der er steht, und veröffentlichen ihn erst, wenn genug davon zusammengekommen ist, um einen Vergleich zu tragen.

Diese Seite ist der Beipackzettel dazu. Sie erklärt das Verfahren und – wichtiger – seine Grenzen. Wer Zahlen von uns übernimmt, soll wissen, was sie aussagen und was nicht.

Verantwortlich für dieses Verfahren ist die Redaktion von Viovenia Direkt, redaktionelle Leitung . Stand dieser Seite: 28.08.2026. Wer sie betreibt und wie wir uns finanzieren, steht im Impressum und unter So arbeiten wir.

Wie wir erheben

Eine Erhebung beginnt bei der Primärquelle des Anbieters – der Satzung, dem Leistungsverzeichnis, dem Preis- und Leistungsblatt. Fremde Vergleichsportale sind keine Quelle: Sie können falsch abgeschrieben haben, und ihr Fehler würde über uns weiterwandern.

Zu jedem Wert halten wir vier Dinge fest: die URL des Dokuments, die Fundstelle darin, das Datum der Erhebung und die Person oder das System, das erhoben hat. Das Dokument selbst archivieren wir, damit ein späterer Beleg nicht daran scheitert, dass der Anbieter seine Seite umgebaut hat.

Zitat statt Zusammenfassung

Jeder Wert muss durch ein wörtliches Zitat aus dem Quelldokument gedeckt sein. Findet sich das Zitat im archivierten Text nicht wieder, wird der Wert nicht aufgenommen – auch dann nicht, wenn er plausibel wirkt. Das ist die eine Stelle, an der wir bewusst streng statt großzügig sind: Ein Wert, dessen Beleg sich nicht nachlesen lässt, ist keine geprüfte Angabe, sondern eine Behauptung mit Fußnote.

Zwei Augenpaare

Erhebung und Freigabe sind getrennt. Wer einen Wert erhoben hat, gibt ihn nicht selbst frei. Vor der Veröffentlichung ziehen wir außerdem eine Stichprobe von zehn Prozent und prüfen sie erneut gegen die Primärquelle. Ein einziger Fehltreffer schickt die gesamte Charge zurück in die Erhebung – nicht nur den falschen Wert.

Was wir nicht automatisieren

Automatisch erzeugen wir nur das Gerüst: welche Merkmale für welchen Anbieter offen sind, welche Quell-URL zuständig ist, wann zuletzt geprüft wurde. Die Werte selbst trägt ein Mensch ein. Zahlen aus Fließtexten zu parsen haben wir geprüft und verworfen – das Verfahren erzeugt Werte, die belegt aussehen und es nicht sind.

Wann wir veröffentlichen

Erhoben heißt nicht veröffentlicht. Ein Vergleich erscheint erst, wenn er für die Frage, die er beantworten soll, tatsächlich trägt. Dafür müssen drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:

  • Mindestens 60 Prozent der Anbieter eines Themas tragen einen belegten Wert.
  • Mindestens drei Merkmale überstehen die Prüfung – eine Tabelle mit zwei Spalten ist kein Vergleich.
  • Kein Merkmal mit mehr als 40 Prozent Leerzellen wird gezeigt. Eine zu dünne Spalte fällt heraus; erst wenn dadurch weniger als drei Merkmale übrig bleiben, entfällt die ganze Tabelle.

Als belegt gilt ein Wert nur, solange seine letzte Prüfung nicht länger als zwölf Monate zurückliegt. Ein Wert altert also auch dann aus der Ausspielung heraus, wenn niemand etwas ändert – das ist gewollt. Was wir zeigen, soll nicht bloß einmal richtig gewesen sein.

Erreicht ein Thema die Schwelle nicht, sehen Sie an dieser Stelle einen Hinweis statt einer Tabelle. Eine Tabelle voller „keine Angabe" wäre kein halber Vergleich, sondern gar keiner: Sie sähe nach Auskunft aus und wäre keine.

Wie wir rechnen

Wir veröffentlichen den Median, nicht den Mittelwert. Ein einzelner Ausreißer – ein Anbieter mit einem ungewöhnlich hohen Zuschuss – zieht einen Mittelwert weit genug, um das Feld falsch darzustellen. Der Median sagt, was in der Mitte liegt, und das ist die Auskunft, die weiterhilft.

Die Spanne nennt den niedrigsten und den höchsten belegten Wert. Sie steht neben dem Median, weil beide zusammen erst etwas aussagen: Ein Median von 60 Euro bedeutet etwas anderes, wenn die Spanne von 55 bis 65 reicht, als wenn sie von 0 bis 300 reicht.

Das n hinter jeder Kennzahl ist die Zahl der Anbieter, die tatsächlich geantwortet haben – nicht die Zahl derer, die wir gefragt haben. Eine Kennzahl über vier Anbieter ist eine andere Aussage als eine über vierzig, und wir schreiben nicht die eine hin und meinen die andere.

Verbünde zählen einmal

Für Verbünde mit regional eigenständigen Gesellschaften – die AOK ist der Regelfall – zeigen wir grundsätzlich eine Spanne über die Regionalgesellschaften, nie den Wert einer einzelnen. Selbst wenn nur eine geantwortet hat, bleibt es eine Spanne mit n = 1; das ist eine ehrliche Aussage über die Beleglage statt einer über den Verbund. In den Kennzahlen zählt ein Verbund als eine Beobachtung, damit er nicht jeden bundesweiten Anbieter überstimmt.

Umfang dieser Datenbasis

Geprüfte Werte
434 aktuell und belegt
Anbieter
26 mit mindestens einem Wert
Merkmale
15 im Katalog erhoben
Themen
9 mit erhobenen Daten
Prüfzeitraum
09/2026 bis 09/2026 älteste und jüngste Prüfung

Diese Zahlen werden beim Aufruf der Seite gezählt und nicht von Hand gepflegt. Sie beschreiben, was aktuell belegt und nicht älter als zwölf Monate ist — nicht, was jemals erhoben wurde.

Grenzen dieser Datenbasis

Der wichtigste Abschnitt dieser Seite. Wir halten unsere Erhebung für sorgfältig, aber sie hat Grenzen, die auch mit mehr Sorgfalt nicht verschwinden. Wer unsere Zahlen benutzt, sollte sie kennen.

Wir bilden ab, was Anbieter schreiben – nicht, was sie tun

Eine Satzung ist ein Versprechen, keine Erfahrung. Ob eine Leistung im Einzelfall auch bewilligt wird, wie lange die Bearbeitung dauert und wie kulant ein Anbieter bei Grenzfällen ist, steht in keinem Dokument, das wir auswerten könnten. Unsere Tabellen vergleichen Zusagen, keine Praxis.

Nicht jeder Unterschied ist ein Unterschied

Anbieter formulieren dieselbe Leistung unterschiedlich, knüpfen sie an unterschiedliche Bedingungen und schneiden sie unterschiedlich zu. Wir vermerken Bedingungen am einzelnen Wert, aber eine Tabellenzelle kann nur einen Teil davon tragen. Zwei Zahlen nebeneinander sind deshalb vergleichbar, aber nicht immer gleichwertig – die Bedingung an der Zelle gehört zur Zahl dazu.

Der Stand ist der der ältesten Prüfung

Wenn wir „Stand" schreiben, meinen wir die älteste Prüfung in der Tabelle, nicht die jüngste. Das lässt die Tabelle älter aussehen, als die zuletzt geprüfte Zelle ist, und genau das ist beabsichtigt: Ein Datum, das nur die frischeste Zelle beschreibt, würde die schwächste verdecken. Ein Anbieter kann seine Konditionen am Tag nach unserer Prüfung ändern; die Primärquelle bleibt immer die verbindliche Auskunft.

Eine Auswahl, keine Vollerhebung

Wir erheben nicht alle Anbieter eines Marktes und nicht alle Merkmale eines Anbieters, sondern die, nach denen erkennbar gefragt wird. Ein Anbieter, der bei uns fehlt, ist deshalb weder schlecht noch geprüft-und-verworfen – er ist nicht erhoben. Und ein Merkmal, das in einer Tabelle fehlt, kann daran liegen, dass zu wenige Anbieter dazu etwas veröffentlichen.

Der Median ist keine Empfehlung

Kennzahlen beschreiben ein Feld, sie bewerten es nicht. Welcher Anbieter zu Ihnen passt, hängt an Ihrer Situation und meistens an mehr als einem Merkmal. Wir sind eine Wissens- und Vergleichsplattform, keine Beraterin – die Entscheidung bleibt Ihre.

Fehler sind möglich

Trotz Zitatprüfung, getrennter Freigabe und Stichprobe kann ein Wert falsch sein: falsch abgeschrieben, aus einem überholten Dokument, oder richtig erhoben und inzwischen überholt. Wenn Ihnen etwas auffällt, melden Sie es uns – nennen Sie dabei bitte Anbieter und Merkmal. Wir prüfen gegen die Primärquelle, korrigieren und halten fest, was korrigiert wurde.

Korrekturen bleiben sichtbar

Ändert ein Anbieter einen Wert oder korrigieren wir einen Fehler, überschreiben wir den alten Eintrag nicht. Er bekommt ein Enddatum, der neue ein Anfangsdatum, und beide bleiben mit ihren Belegen erhalten. So lässt sich später nachvollziehen, was wir wann behauptet haben – auch dann, wenn es falsch war.

Zahlen übernehmen

Die Daten jeder veröffentlichten Tabelle können Sie als CSV herunterladen; der Link steht unter der Tabelle. Die Datei enthält zu jedem Wert die Primärquelle und das Prüfdatum. Wenn Sie unsere Zahlen zitieren, nennen Sie bitte das Prüfdatum mit – ohne das Datum ist ein Wert aus dieser Datenbasis keine belastbare Angabe mehr.

Unter welcher Lizenz die Datenbasis steht, ist noch nicht entschieden. Bis das geklärt ist, machen wir dazu keine Angabe – auch nicht in der maschinenlesbaren Auszeichnung der Tabellen. Fragen Sie uns, wenn Sie die Daten weiterverwenden möchten.