Scalable Capital: Neobroker mit Vermögensverwaltung unter einem Dach
Scalable Capital wurde 2014 in München gegründet und ist heute einer der größten digitalen Vermögensverwalter Europas. Die Plattform vereint drei Produktwelten: Broker-Depot, digitale Vermögensverwaltung und verzinstes Cashkonto. Die Depotführung läuft über die Baader Bank beziehungsweise ING und unterliegt der deutschen Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde.
Ein zentrales Argument 2026 sind die 2,5 Prozent Zinsen pro Jahr auf das Cashkonto - ohne Volumenbegrenzung und monatlich gutgeschrieben. Damit positioniert sich Scalable klar gegen klassische Tagesgeldkonten: Die Liquidität bleibt sofort verfügbar, kann für Wertpapierkäufe genutzt werden und wird dennoch verzinst. Die Zinsen sind variabel und können an Leitzinsänderungen der EZB angepasst werden.
FREE, PRIME und PRIME+ im Vergleich
Scalable Capital arbeitet mit einem Abo-Modell. Die Stufe FREE richtet sich an Gelegenheitsanleger, PRIME bietet günstige Konditionen bei mittlerer Handelsaktivität, und PRIME+ ist eine Flatrate für Vieltrader. Sparpläne auf ETFs sind in allen Abos kostenlos ausführbar. Die Dynamik-Funktion erlaubt einen automatischen Inflationsausgleich - die Sparrate wird jährlich um einen von Ihnen gewählten Prozentsatz erhöht, ohne dass Sie jeden Vertrag manuell anpassen müssen.
Der Wertpapierkredit liegt bei 4,24 Prozent pro Jahr im FREE-Abo und bei 3,24 Prozent pro Jahr in PRIME+. Besonders interessant: Intraday-Nutzung des Kredits ist zinsfrei. Wer also innerhalb desselben Handelstages kauft und verkauft, zahlt keine Finanzierungskosten - praktisch für aktive Trader, die kurzfristig Liquidität hebeln möchten. Beachten Sie wie bei jedem Wertpapierkredit das Margin-Call-Risiko bei Kursverlusten.
ELTIFs, Staking und Kinderdepot
Mit dem Zugang zu ELTIFs (European Long-Term Investment Funds) öffnet Scalable Kleinanlegern eine Anlageklasse, die sonst institutionellen Investoren vorbehalten ist: Private Equity, Infrastrukturprojekte, Venture Capital. ELTIFs sind typischerweise langfristig gebunden (zehn Jahre oder mehr), bieten aber Renditepotenzial jenseits klassischer Aktien- und Anleihen-Portfolios. Beachten Sie: ELTIFs bergen hohe Ausfallrisiken und sollten nur einen kleinen Teil des Gesamtvermögens ausmachen.
Für Krypto-Anleger gibt es Staking-Möglichkeiten auf ausgewählte Kryptowährungen - hier erhalten Sie eine laufende Rendite auf gehaltene Coins. Kinderdepots können komplett digital eröffnet werden. Steuerlich bleibt der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr (2.000 Euro für Verheiratete) voll anwendbar (§ 20 EStG).
Monatsgebühr
- FREE
- 0 Euro
- PRIME+
- 4,99 Euro
Entscheidender Unterschied: Ordergebühr Aktien/ETFs
- FREE
- 0,99 Euro pro Trade
- PRIME+
- 0 Euro (Flatrate)
Entscheidender Unterschied: Zinsen auf Guthaben
- FREE
- 2,0 %
- PRIME+
- 2,5 %
Wertpapierkredit
- FREE
- 4,24 % p.a.
- PRIME+
- 3,24 % p.a.
Sparpläne
- FREE
- Kostenlos
- PRIME+
- Kostenlos
ELTIF-Zugang
- FREE
- Ja
- PRIME+
- Ja
Scalable FREE vs. PRIME+ im Überblick (Stand: April 2026)
Für wen lohnt sich Scalable Capital?
FREE eignet sich für Einsteiger, die primär ETF-Sparpläne besparen und gelegentlich Einzelaktien kaufen. Bei ein bis zwei Orders pro Monat bleiben die Kosten überschaubar. PRIME+ rechnet sich ab etwa fünf bis sechs Orders pro Monat - die 4,99 Euro Monatsgebühr werden dann durch die eingesparten Einzelgebühren überkompensiert. Zusätzlich profitieren PRIME+-Kunden vom höheren Zinssatz (2,5 Prozent vs. 2,0 Prozent) und dem günstigeren Wertpapierkredit.
Die digitale Vermögensverwaltung ist ein Angebot für Anleger, die den Aufbau delegieren möchten. Bereits ab 20 Euro Sparrate übernimmt Scalable die Portfolio-Konstruktion nach individueller Risikoklasse, führt ein automatisches Rebalancing durch und optimiert die Steuerlast über Verlusttöpfe. Die Vermögensverwaltungsgebühr liegt bei 0,75 Prozent pro Jahr zuzüglich ETF-Produktkosten.
Scalable Capital: Vorteile und Nachteile
- Pro
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- 2,5 Prozent Zinsen pro Jahr auf unlimitiertes Guthaben - attraktive Alternative zum klassischen Tagesgeld.
- PRIME+ Flatrate für Vieltrader: 4,99 Euro Monatsgebühr statt einzelner Ordergebühren.
- ELTIF-Zugang für Private-Equity-Investments - sonst meist institutionellen Anlegern vorbehalten.
- Vermögensverwaltung bereits ab 20 Euro Sparrate mit automatischem Rebalancing.
- Contra
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- Eingeschränkte Handelsplätze - Fokus auf Gettex und Xetra, keine direkte Auswahl aller Regionalbörsen.
- Kein Vollbankkonto - es gibt keine IBAN für Gehaltseingänge oder Lastschriften, das Cashkonto dient nur als Verrechnungskonto.
- ELTIFs bergen hohe Ausfallrisiken und lange Kapitalbindung - nur für einen kleinen Portfolioanteil geeignet.
Häufige Fragen
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Nein, der Zinssatz ist variabel und kann an Leitzinsänderungen der EZB angepasst werden. Der aktuelle Satz von 2,5 Prozent pro Jahr (Stand April 2026) gilt für PRIME+ und wird monatlich gutgeschrieben. Im FREE-Abo liegt der Satz bei 2,0 Prozent.
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Mit der Dynamik-Funktion erhöht sich Ihre Sparrate automatisch jedes Jahr um einen von Ihnen gewählten Prozentsatz (typischerweise 2 bis 5 Prozent). So gleichen Sie die Inflation aus, ohne den Sparplan manuell anzupassen.
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ELTIFs (European Long-Term Investment Funds) sind langfristige Fonds, die in Private Equity, Infrastruktur oder Venture Capital investieren. Sie eignen sich für Anleger mit langem Anlagehorizont (10 Jahre und mehr), die Renditepotenzial jenseits klassischer ETFs suchen. Aufgrund hoher Ausfallrisiken sollten ELTIFs nur einen kleinen Anteil des Gesamtvermögens ausmachen.
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PRIME+ (4,99 Euro pro Monat) rechnet sich ab etwa fünf bis sechs Orders pro Monat, da Einzelgebühren von 0,99 Euro entfallen. Zusätzlich profitieren Sie vom höheren Zinssatz (2,5 statt 2,0 Prozent) und günstigeren Wertpapierkredit.
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Ja, Kinderdepots sind vollständig digital eröffnbar. Die Unterschriften beider Sorgeberechtigten sowie die Geburtsurkunde sind erforderlich. Erträge bleiben bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei (§ 20 EStG).
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Wertpapiere sind Sondervermögen und im Insolvenzfall vollständig geschützt. Cashguthaben unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Partnerbank (Baader Bank/ING) gemäß Einlagensicherungsgesetz.
Hinweis: Konditionen können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben von Scalable Capital. Wertpapiergeschäfte bergen Verlustrisiken bis zum Totalverlust. Historische Renditen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Diese Seite stellt keine Anlageberatung dar. Stand: 19. April 2026.
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