- „Kostenloses Depot“ oder „0-Euro-Order“ beschreibt meist nur einzelne Preisbestandteile.
- Entscheidend sind die Gesamtkosten für Wertpapier, Handelsplatz, Ordervolumen und Nutzungsverhalten.
Welche Kosten können bei einem Depot anfallen?
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Direkte Kosten können Depotführung, Orderprovision, Mindestentgelt, Handelsplatz und Abwicklung betreffen.
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Hinzu kommen gegebenenfalls Spread, Fremdwährungsumrechnung und Sparplankosten.
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Bei Fonds, ETFs und strukturierten Produkten fallen zusätzlich Produktkosten an.
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Prüfen Sie Entgelte für Telefonorders, Papierbelege, Zusatzdaten, ausländische Lagerstellen und Kapitalmaßnahmen.
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Steuern mindern den Nettoertrag, sind aber keine Brokergebühr.
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Kosten und Steuern sollten getrennt ausgewiesen werden.
Warum kann eine 0-Euro-Order trotzdem Geld kosten?
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Der Kaufkurs liegt über dem Verkaufskurs; diese Differenz ist der Spread.
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Der gewählte Handelsplatz kann einen ungünstigeren Preis stellen.
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Fremdspesen oder Produktkosten können anfallen.
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Bei Fremdwährungen kann der Umrechnungskurs einen Aufschlag enthalten.
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Ein kostenloser Tarif kann Bedingungen oder eingeschränkte Handelsplätze haben.
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Vergleichen Sie den voraussichtlichen Endbetrag vor der Order.
Wann werden Spreads besonders wichtig?
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Spreads hängen von Markt und Zeitpunkt ab.
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Außerhalb der Haupthandelszeiten oder bei geschlossenen Referenzmärkten können Spreads größer sein.
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Das gilt auch für wenig gehandelte Wertpapiere, volatile Phasen sowie kleine oder spezialisierte Handelsplätze.
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Eine feste allgemeine Spread-Spanne wäre irreführend.
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Prüfen Sie Geld- und Briefkurs unmittelbar vor der Order.
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Vergleichen Sie verfügbare Handelsplätze.
Welche Rolle spielt Payment for Order Flow seit Juli 2026?
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Payment for Order Flow bezeichnet Zahlungen Dritter für die Ausführung oder Weiterleitung von Kundenorders an einen bestimmten Ausführungsplatz.
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Nach Artikel 39a MiFIR in der ESMA-Fassung dürfen Wertpapierfirmen solche Zahlungen grundsätzlich nicht annehmen.
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Die Regel erfasst Orders von Kleinanlegern und bestimmten professionellen Kunden.
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Bestehende nationale Modelle konnten nur bis 30. Juni 2026 ausgenommen werden.
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Prüfen Sie weiterhin Handelsplatz, Ausführungsgrundsätze, direkte Entgelte und Spreads.
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Klären Sie, ob Rabatte nach der öffentlichen Tarifstruktur ausschließlich dem Kunden zugutekommen.
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Das Verbot macht eine Order nicht automatisch kostenlos oder bestmöglich.
Was kostet eine Fremdwährungsorder wirklich?
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Rechnen Sie Orderentgelt, Handelsplatz- und Abwicklungskosten sowie die Geld-Brief-Spanne zusammen.
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Berücksichtigen Sie Auf- oder Abschläge beim Währungswechsel sowie Verwahr- und Lagerstellenentgelte.
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Prüfen Sie ausländische Steuern und Quellensteuerfolgen gesondert.
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Verwenden Sie keine allgemeine Kostenspanne.
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Maßgeblich sind Preisverzeichnis, Ex-ante-Kosteninformation und verwendeter Wechselkurs.
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Ein Handel in Euro beseitigt das wirtschaftliche Währungsrisiko nicht automatisch.
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Die Währungsumrechnung kann im Börsenkurs enthalten sein.
Welche Kosten entstehen bei Fonds und ETFs zusätzlich?
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Fonds können laufende Verwaltungs- und Betriebskosten sowie interne Transaktionskosten verursachen.
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Je nach Produkt kommen erfolgsabhängige Vergütung, Ausgabeaufschlag oder Rücknahmeabschlag hinzu.
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Beim Börsenhandel ist außerdem der Spread zu berücksichtigen.
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Produktkosten werden teilweise aus dem Fondsvermögen entnommen.
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Sie erscheinen dann nicht als einzelne Abbuchung auf dem Verrechnungskonto.
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Prüfen Sie Basisinformationsblatt und Kosteninformation.
Was zeigt die Ex-ante-Kosteninformation?
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Die Information weist Kosten als Geldbetrag und Prozentangabe sowie Dienstleistungs- und Produktkosten und Zuwendungen Dritter aus.
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Prüfen Sie Anlagebetrag, Berechnungszeitraum und die Einbeziehung von Kauf, Haltedauer und Verkauf.
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Kontrollieren Sie die Annahmen zu Kurs und Handelsplatz sowie enthaltene Fremdwährungs- und Produktkosten.
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Eine Beispielrechnung garantiert nicht die tatsächlich entstehenden Kosten.
Ist die Vorabpauschale eine Depotgebühr?
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Nein: Die Vorabpauschale ist ein steuerlicher Investmentertrag nach § 18 InvStG.
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Sie ist keine Vergütung des Brokers.
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Sie kann bei Investmentfonds auch ohne Ausschüttung anfallen.
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Sie ist durch den Basisertrag und die Wertentwicklung begrenzt.
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Ausschüttungen werden berücksichtigt.
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Sie gilt am ersten Werktag des Folgejahres als zugeflossen.
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Sparer-Pauschbetrag und Teilfreistellung können die Steuerwirkung beeinflussen.
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Pauschale Beispielbeträge ohne Fonds-, Wert- und Steuerdaten sind nicht belastbar.
Wann lohnt sich ein Pauschaltarif?
- Das hängt vom tatsächlichen Nutzungsverhalten ab.
| Frage | Einzelpreis-Tarif | Pauschaltarif |
|---|---|---|
| Wie viele Orders fallen realistisch an? | Kosten je Order addieren | Monats- oder Jahrespreis ansetzen |
| Sind alle benötigten Handelsplätze enthalten? | je Order prüfen | Leistungsumfang prüfen |
| Gelten Mindestvolumen oder Ausschlüsse? | Preisverzeichnis prüfen | Tarifbedingungen prüfen |
| Entstehen dieselben Spreads und Fremdspesen? | separat vergleichen | separat vergleichen |
- Eine Schwelle wie „ab 15 Trades“ ist ohne Tarif und Orderprofil nicht seriös.
Wie vergleichen Sie Depotkosten realistisch?
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Erstellen Sie ein Jahresszenario mit Zahl und Größe Ihrer Orders und Sparpläne.
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Ergänzen Sie benötigte Handelsplätze, Fremdwährungsorders und Zusatzleistungen.
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Beziehen Sie die gehaltenen Produkte und deren laufende Kosten ein.
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Berechnen Sie alle direkten und indirekten Kosten je Anbieter.
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Tarife können sich ändern.
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Prüfen Sie die Anbieterunterlagen unmittelbar vor einer Entscheidung.
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Eine praktische Wechselkontrolle bietet die Depotübertrag-Checkliste.
Welche Quellen wurden verwendet?
Redaktioneller Quellenabgleich: 13.10.2026.
- Artikel 39a MiFIR in der ESMA-Fassung, European Securities and Markets Authority, abgerufen am 13.10.2026
- BaFin erläutert die MiFID-II-Kosteninformationen, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, abgerufen am 13.10.2026
- § 18 InvStG, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 13.10.2026
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