- Eine Kontoführungsgebühr von 0 Euro bedeutet nicht, dass jede Nutzung kostenlos ist.
- Entscheidend sind Ihre Karten, Bargeldwege, Überweisungen und mögliche Überziehungszinsen.
- Prüfen Sie zusätzlich, ob die Gebührenfreiheit einen bestimmten Geldeingang oder ein bestimmtes Alter voraussetzt. Die BaFin erläutert diese Unterschiede.
Welche Bedingungen gelten für die kostenlose Kontoführung?
- Lesen Sie nach, ob ein beliebiger Geldeingang genügt oder ausdrücklich Gehalt beziehungsweise Rente verlangt wird.
- Prüfen Sie, welche Eingänge ausgeschlossen sind, etwa Überträge zwischen eigenen Konten beim selben Anbieter.
- Klären Sie, ob mehrere Zahlungen zusammengerechnet werden und was in einem Monat unterhalb der Grenze kostet.
- Achten Sie bei Jugend- und Ausbildungskonten auf die Altersgrenze und die anschließenden Konditionen.
- Prüfen Sie bei einem Zweitkonto besonders, ob Sie die Bedingungen auch ohne Gehaltseingang erfüllen.
Welche zusätzlichen Kosten sollte ich vergleichen?
| Nutzung | Was muss im Angebot stehen? |
|---|---|
| Karten | Preis für girocard, Visa-/Mastercard-Debitkarte, Kreditkarte und Zusatzkarten |
| Bargeld abheben | Zugelassene Karten und Automaten, Mindestbetrag, Freikontingent und mögliche Betreiberentgelte |
| Bargeld einzahlen | Verfügbare Stellen, Höchstbeträge und Entgelte |
| Ausland | Währungsumrechnung, Auslandseinsatz und zusätzliche Automatenentgelte |
| Überweisungen | Preis je Buchung und Unterschiede zwischen online, telefonisch und beleghaft |
| Auszüge und Zusatzdienste | Papierauszüge, Ersatzkarten und weitere tatsächlich benötigte Leistungen |
| Konto überziehen | Zinssatz für eingeräumte und geduldete Überziehung |
- Nutzen Sie zur Vorauswahl den BaFin-Kontenvergleich. Maßgeblich für den Abschluss sind die konkreten Vertragsunterlagen und das Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters.
- Eine Filialbank ist nicht automatisch teuer und eine Direktbank nicht automatisch in jeder Situation kostenlos.
Welche Karte brauche ich im Alltag und auf Reisen?
- Auch die girocard ist eine Debitkarte. Sie nutzt ein anderes Kartensystem als Visa Debit oder Debit Mastercard. Bundesbank: Kartenzahlungen
- Fragen Sie bei wichtigen Akzeptanzstellen nach, welche Kartensysteme angenommen werden.
- Prüfen Sie vor Hotel- oder Mietwagenbuchungen, welche Karte für eine Kaution verlangt wird.
- Trennen Sie Jahrespreis, Bargeldkosten und Fremdwährungsentgelte. Ein kostenloses Kartenpaket kann kostenpflichtige einzelne Transaktionen enthalten.
- „Weltweit einsetzbar“ heißt nicht „weltweit kostenlos“: Beispielsweise nennt das ING-Preisverzeichnis für den Einsatz der Visa Debit in Fremdwährung ein Auslandseinsatzentgelt. Prüfen Sie die für Ihre Karte geltende Fassung.
Dürfen Echtzeitüberweisungen extra kosten?
- Für eine Echtzeitüberweisung darf der Zahlungsdienstleister nicht mehr verlangen als für eine entsprechende normale Überweisung.
- Das macht nicht jede Überweisung kostenlos: Der Preis hängt weiterhin vom Kontomodell und der vergleichbaren Auftragsart ab.
- Die Bundesbank erklärt die Entgeltregel.
Wie erkenne ich, ob der Dispo die Ersparnis aufzehrt?
- Sehen Sie in Ihren Kontoauszügen nach, wie oft und wie lange das Konto im Minus war.
- Rechnen Sie die tatsächlich angefallenen Zinsen zu den übrigen Kontokosten hinzu.
- Vergleichen Sie bei regelmäßigem Kreditbedarf Gesamtkosten, Laufzeit und Rückzahlungsmöglichkeiten möglicher Alternativen. Ein günstigerer beworbener Zinssatz allein genügt nicht.
- Ein Kreditvergleich ist eine separate Entscheidung. Eine mögliche Ersparnis bei Kontogebühren begründet noch keine passende Kreditlösung.
Wie berechne ich meine tatsächlichen Jahreskosten?
- Addieren Sie zwölf Monatsentgelte, jährliche Kartenpreise, nutzungsabhängige Entgelte und tatsächlich angefallene Zinsen.
- Nutzen Sie beim bisherigen Konto die kostenlose Entgeltaufstellung. Sie muss mindestens jährlich sowie bei Vertragsende bereitgestellt werden. § 10 ZKG
- Kalkulieren Sie beim neuen Konto mit Ihrer eigenen Nutzung, einschließlich Monaten ohne ausreichenden Geldeingang.
- Führen Sie einmalige Prämien separat auf. Prüfen Sie dafür Neukundenstatus, Fristen, erforderliche Nutzung und Auszahlungsvoraussetzungen; ein Bonus senkt keine dauerhafte Gebühr.
- Prüfen Sie vor einem Zweitkonto, ob der zusätzliche Verwaltungsaufwand und mögliche Gebühren einen konkreten Nutzen haben.
Wie finde ich ein passendes Konto und wechsle es?
- Klären Sie zuerst, ob Sie Filialservice, Bareinzahlungen oder bestimmte Karten benötigen: Direktbank oder Filialbank?
- Planen Sie anschließend die Umstellung Ihrer Zahlungen: Wie funktioniert der Kontowechselservice?
Welche Quellen wurden verwendet?
Redaktioneller Quellenabgleich: 13.10.2026.
- BaFin erläutert diese Unterschiede, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, abgerufen am 13.10.2026
- BaFin-Kontenvergleich, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, abgerufen am 13.10.2026
- Bundesbank: Kartenzahlungen, Deutsche Bundesbank, abgerufen am 13.10.2026
- ING-Preisverzeichnis, ING, abgerufen am 13.10.2026
- Bundesbank erklärt die Entgeltregel, Deutsche Bundesbank, abgerufen am 13.10.2026
- § 10 ZKG, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz / Bundesamt für Justiz, abgerufen am 13.10.2026
Empfohlener Anbieter
ING DiBa
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Quellen: Satzungen, Konditionen und offizielle Angaben der jeweiligen Anbieter sowie gesetzliche Regelungen. Fachbegriffe erklären wir im Glossar . Stand: