Goldman Sachs
Tipp: Halten Sie ISIN oder WKN Ihres Wertpapiers für die Produktsuche bereit.
Zum Portal: www.gs.deÜber Goldman Sachs
Das deutschsprachige Angebot von Goldman Sachs wird über die Goldman Sachs Bank Europe SE bereitgestellt (Quelle: gs.de, abgerufen am 30.08.2026) – eine Europäische Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main und damit ein Institut innerhalb der europäischen Bankenaufsicht. Für Anlegerinnen und Anleger ist das relevant, weil Forderungen aus den Papieren gegen diese Gesellschaft bestehen und nicht gegen die US-amerikanische Konzernmutter.
Emittentenrisiko. Zertifikate und Optionsscheine sind Inhaberschuldverschreibungen, also Forderungen gegen die Emittentin, und keine Einlagen. Die gesetzliche Einlagensicherung greift nicht: § 2 Abs. 3 EinSiG definiert Einlagen als Guthaben auf einem Konto und nimmt Guthaben, deren Existenz sich nur über ein Finanzinstrument nachweisen lässt, ausdrücklich aus. Wird die Emittentin zahlungsunfähig, ist der Totalverlust möglich – selbst dann, wenn der Basiswert sich in die erwartete Richtung bewegt hat. Prüfen Sie im Basisinformationsblatt, welche Gesellschaft haftet und ob eine Konzerngarantie besteht; eine Ratingnote nennen wir hier nicht, weil sie sich jederzeit ändern kann.
Goldman Sachs ist ordentliches Mitglied im Bundesverband für strukturierte Wertpapiere (BSW), dem früheren Deutschen Derivate Verband (Quelle: derbsw.de, abgerufen am 30.08.2026).
Einordnung: Der Schwerpunkt liegt bei Hebelprodukten auf Indizes, Einzelaktien und Rohstoffen. Diese Papiere sind für Halteperioden von Stunden bis wenigen Tagen konzipiert und setzen voraus, dass Sie Positionen laufend beobachten können. Die Anlagezertifikate zielen auf mittlere Laufzeiten. Andere Häuser zeigt die Übersicht der Direktpartner.
Produktangebot
- Turbo-Optionsscheine
- Hebelpapiere mit Knock-out-Schwelle, long und short. Berührt der Basiswert die Schwelle, endet das Papier sofort mit meist minimalem Restwert.
- Optionsscheine (Warrants)
- Call- und Put-Scheine mit Basispreis und Verfallstag. Der Preis reagiert auch auf Restlaufzeit und erwartete Schwankungsbreite, nicht nur auf den Kurs.
- Faktor-Zertifikate
- Fester Hebel bezogen auf die Tagesveränderung, ohne Verfallstag. In schwankenden Seitwärtsphasen zehrt die tägliche Neuberechnung am Wert.
- Index-Zertifikate
- Nahezu eins zu eins an einen Index gekoppelt. Anders als bei einem ETF liegt kein Sondervermögen zugrunde – das Emittentenrisiko bleibt bestehen.
- Bonus- und Discount-Zertifikate
- Teilschutz über eine Barriere oder Kauf mit Preisabschlag, dafür ein nach oben begrenzter Ertrag. Unter der Barriere entfällt der Puffer.
So finden Sie Produkte
Auf dem GS-Markets-Portal führen Suche über WKN oder ISIN sowie die Auswahl über den Basiswert zum Produkt. Sinnvoll ist der Filter nach Knock-out-Abstand: Er zeigt, wie weit der Basiswert von der Schwelle entfernt notiert, und ist bei Hebelprodukten die wichtigere Kennzahl als der Hebel selbst. Zu ausgelaufenen und ausgeknockten Papieren lassen sich Status und festgestellter Restwert nachschlagen.
Handelswege. Der Handel läuft überwiegend über die Börse Stuttgart und die Börse Frankfurt; hinzu kommt bei vielen Depotbanken der außerbörsliche Direkthandel mit dem Emittenten. Ob ein Papier auch über gettex erreichbar ist, hängt vom Produkt und Ihrem Depotanbieter ab. Ein Vergleich der Plätze findet sich in der Handelsplatz-Übersicht. Außerhalb der Börsenzeiten stellt der Emittent zwar oft Kurse, doch die Handelsüberwachung einer geregelten Börse fehlt dann.
Kostenstruktur. Den größten Posten bildet die Geld-Brief-Spanne. Beim Optionsschein kommt das Aufgeld gegenüber dem inneren Wert hinzu, das sich bis zum Verfallstag abbaut. Das Bezugsverhältnis gibt an, auf welchen Bruchteil des Basiswerts sich ein Papier bezieht – ohne diese Kennzahl sind zwei Scheine nicht vergleichbar. Bei Open-End-Produkten laufen Finanzierungskosten auf.
Regulatorischer Rahmen. Das Basisinformationsblatt nach der PRIIPs-Verordnung (EU) Nr. 1286/2014 nennt Risikoindikator, Kosten und Szenarien. Nach § 80 Abs. 9 WpHG legt die Emittentin einen Zielmarkt fest; Ihre Bank prüft die Angemessenheit nach § 63 WpHG, bei Beratung die Geeignetheit nach § 64 WpHG.
Hinweis zur Restwertbuchung
Nach einem Knock-out stellt Goldman Sachs den Restwert des betroffenen Papiers fest und veröffentlicht ihn; Ihre Depotbank bucht die Position anschließend mit diesem Betrag aus.
Der Restwert kann bei null liegen, muss es aber nicht: Bei Turbos mit Stop-Loss-Schwelle oberhalb des Basispreises verbleibt häufig ein kleiner Betrag aus der Auflösung der Absicherungsposition. Steuerlich zählt der Zeitpunkt der Ausbuchung. Für Verluste aus Termingeschäften gelten im Privatvermögen besondere Verrechnungsregeln, die Sie mit Ihrer Bank oder in der Steuererklärung klären.
Wichtiger Risikohinweis: Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 1a KWG dar. Hebelprodukte und Zertifikate beinhalten erhebliche Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust.